Nachruf auf Sabine Wellmann-Heiliger (1938–2021)

Die Bernhard-Heiliger-Stiftung trauert um Sabine Wellmann-Heiliger. Unvergessen bleibt ihr Beitrag zur Bildhauerei der Nachkriegsmoderne.

Mit ihrer Initiative zur Gründung der Bernhard-Heiliger-Stiftung 1996 ermöglichte sie die Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Erbe ihres Mannes, indem sie es der Öffentlichkeit zugänglich machte und die wissenschaftliche Aufarbeitung anregte.

  Wir gedenken ihr in Dankbarkeit und Trauer.

Bernhard Heiliger: Frauenkopf Sabine, 1978, Gips-Original mit Holzkette, 47 x 25 x 33 cm | Foto: Jörg von Bruchhausen

Sabine Wellmann-Heiliger bei der Gründungsfeier der Bernhard-Heiliger-Stiftung am 08. Juni 1997
Weggefährten aus dem Beirat der Bernhard-Heiliger-Stiftung erinnern sich an Sabine Wellmann-Heiliger:

 

Sabine Wellmann-Heiliger war die Seele des Umgangs mit dem Werk und der Bedeutung Bernhard Heiligers und deshalb auch der Bernhard-Heilger-Stiftung. Sie hielt sie zusammen, trieb uns an, motivierte uns – immer freundlich, freundschaftlich und im Interesse unserer Aufgabe unerbittlich. Das heutige stolze Resultat des Kunsthaus Dahlem würde ohne sie nicht existieren.

Dr. Volker Hassemer

 
Sabine ist es zu verdanken, dass die Bernhard-Heiliger-Stiftung, die sie zusammen mit Lothar Romain nach Bernhards Tod initiierte, nicht ein verwunschener Andachtsort im Südwesten Berlins blieb. Mit Witz, Charme und einer bewundernswerten Hartnäckigkeit hat sie die Stiftung fest im gesellschaftlichen Leben und in der Kulturpolitik der Stadt verankert. Die Baseball-Kappe, mit der sie in späteren Jahren gerne auftrat, wirkte wie ein Signal, das in dieser parketterfahrenen Dame ein veritabler Pitcher steckte, auch wenn nicht alle ihre Bälle einen Fänger fanden.
Prof. em. Dr. Robert Kudielka
 
Mit großer Sympathie und Dankbarkeit erinnere ich mich an Sabine Wellmann-Heiliger, deren freundschaftliche Zuwendung ich oft erleben durfte, nicht zuletzt bei einem amüsanten und fröhlichen Nachmittagstee mit Bernhard Heiliger am Käuzchensteig. Sabines unkonventionelles Wesen, ihre Wärme, die helle Wachheit, auch die gelegentliche Ironie haben mich immer erfreut. Im Vordergrund stand für Sabine immer ihr sehr erfolgreiches Engagement für das Werk von Bernhard Heiliger. Sie hat ihr Leben bewundernswert erfüllt und gemeistert.
Dr. Ursula Prinz